ARMUTSBERICHT DER BUNDESREGIERUNG 2012 PDF

Mezigar Die Armutsrisikoquote in einer hypothetischen Situation ohne Sozialtransfers und die Reduktion des Armutsrisikos durch Sozialtransfers machen den Beitrag der Sozialtransfers bei der Reduktion von Einkommensarmut deutlich. Mehr zum Thema Reichtum. Soziale Unterschiede spiegeln sich auch in der Wohnsituation wieder, die einen wichtigen Aspekt der materiellen Lebenslage darstellt. Ein hohes Niveau geht mit geringerem Risiko des Arbeitsplatzverlustes einher.

Author:Kigashura Kecage
Country:Denmark
Language:English (Spanish)
Genre:Music
Published (Last):11 August 2017
Pages:319
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ISBN:709-2-85577-348-5
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Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung Stand Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung Bericht 4. Auftrag, Ziel und Datenlage II. Leitlinien der Bundesregierung III. Konzeption des Berichts II. Konzeptionelle berlegungen zur sozialen Mobilitt II. Erfolgs- und Risikofaktoren im jngeren Erwachsenenalter IV.

Erfolgs- und Risikofaktoren im mittleren Erwachsenenalter V. Armuts- und Reichtumsbericht I. Verteilung materieller Ressourcen II. Arbeitsmarktbeteiligung III. Kinderbetreuung und Bildungsbeteiligung IV.

Gesundheit V. Wohnen und Mietbelastung VI. Wohnungslosigkeit VII. Gesellschaftliches Engagement und soziale Kontakte IX. Glossar III. Abkrzungsverzeichnis IV.

Literaturverzeichnis V. Januar und Oktober aufgefordert, regelmig in der Mitte einer Legislaturperiode einen Armutsund Reichtumsbericht vorzulegen. Gem diesem Auftrag setzt die Bundesregierung mit dem vorliegenden 4. Armuts- und Reichtumsbericht die begonnene Bestandsaufnahme der sozialen Lage in Deutschland fort. Daten und Analysen geben Orientierung und schaffen eine Grundlage fr empiriegesttzte Politik. Dargestellt und analysiert werden primr die Entwicklungen der vergangenen vier Jahre.

Es handelt sich damit nicht um einen Trendreport mit Szenarien und Prognosen aufgrund von Modellrechnungen. Vielmehr schreibt der 4. Armuts- und Reichtumsbericht Zeitreihen mit Kernindikatoren fort. Der Berichtszeitraum umfasst dabei grundstzlich den Zeitraum von bis und im Einzelfall, je nach verfgbarer Datenlage, bis Bei Daten, die nur in Wellen mit Abstnden von mehreren Jahren erhoben werden, etwa Daten zur Vermgenslage, ist die angestrebte Aktualitt nicht immer mglich.

Bei manchen Daten, etwa denen zu den makrokonomischen Betrachtungen, ist es zudem angebracht, weiter zurck zu gehen, da sich Vernderungen erst ber lngere Zeitrume darstellen. Fr andere Sachverhalte z. Mindestsicherungsquote liegen Zahlen erst ab ihrer Einfhrung vor.

Hierdurch ergibt sich ein heterogenes Zeitspektrum fr die Analysen. Die hier vorliegende Kurzfassung des 4. Armuts- und Reichtumsberichts fasst wesentliche Ergebnisse der Analyse zusammen, beschreibt, welche Manahmen im jeweiligen Kontext bereits ergriffen wurden und benennt Schritte, die darber hinaus notwendig sind.

Die Gliederung der Kurzfassung ist dabei nicht mit der Gliederung des Berichts identisch. Auf Funoten wurde zugunsten einer besseren Lesbarkeit verzichtet. Die Analysen sind in der Langfassung des Berichts ausfhrlich dargestellt und dort mit Quellenangaben versehen. Leitlinien der Bundesregierung Ein gerechtes Ma konomischer und sozialer Teilhabe der Brgerinnen und Brger ist Grundvoraussetzung fr sozialen Frieden und eine lebendige Demokratie.

In Deutschland garantieren die Regeln der Sozialen Marktwirtschaft diese Voraussetzung seit nunmehr ber 60 Jahren mit anhaltendem Erfolg. Es ist immer wieder gelungen, wirtschaftliche Dynamik mit wirksamen Teilhabechancen fr die groe Mehrheit der Bevlkerung zu verbinden. So entstehen die notwendigen Rahmenbedingungen fr eine produktive Volkswirtschaft mit einem hohen Beschftigungs- und Teilhabegrad.

Freiheit und Wettbewerb in der Marktwirtschaft bringen an ihren Rndern allerdings immer wieder Ungleichheiten in den Lebenslagen sowie in der konomischen und sozialen Teilhabe mit sich, die sich jeweils zwischen den Polen sehr guter Reichtum bis sehr eingeschrnkter materieller Ressourcen und Teilhabe Armut bewegen.

Solche Ungleichheiten werden besonders dann zum Akzeptanzproblem, wenn sie vorrangig nicht auf individueller Verantwortung und auf persnlichen Fhigkeiten basieren. Wenn sich fr gesellschaftliche Gruppen Armutsrisiken sogar ber Generationen verfestigen und Chancen zur sozialen Mobilitt, d. Die staatlichen Manahmen greifen dort ein, wo die Mglichkeiten des Einzelnen nicht ausreichen, aus eigener Kraft am Wettbewerbsprozess teilzunehmen und akzeptable Teilhabeergebnisse zu erzielen.

Wirksame Gesellschaftspolitik zeichnet sich dadurch aus, dass sie konomische und soziale Teilhabechancen Zugnge, Infrastruktur fr alle Mitglieder der Gesellschaft gleichermaen organisiert, auf diesem Wege soziale Mobilitt ermglicht und damit einer Verfestigung des Risikos von Armut entgegenwirkt.

Letztlich steht es dann in der Verantwortung jedes und jeder Einzelnen, erffnete Chancen auch zu nutzen. Wenn notwendig, wird versucht, Teilhabeergebnisse etwa in Form einer obligatorischen Alters-, Arbeitslosen- und Krankheitsabsicherung, Mindestsicherungsleistungen im Falle der Bedrftigkeit oder der Besuch einer allgemeinbildenden Schule in Form einer staatlichen Schulpflicht zu erreichen.

Die gesellschaftspolitischen Akteure mssen ihre Strategien an einer sich stndig wandelnden Wirklichkeit messen und ihr Handeln realittsnah ausrichten. Die Analysen dieses Berichts sollen den gesellschaftspolitisch Handelnden auf den verschiedenen Ebenen der Verantwortlichkeit helfen, Orientierung bei der Gestaltung einer Politik der sozialen Mobilitt zu finden. Hierzu gehrt es auch, die Entwicklungen der wichtigsten Indikatoren ber lngere Zeitverlufe zu beobachten.

Alles in allem belegen die Daten eine positive Entwicklung der Lebenslagen in Deutschland: Die Entwicklung des Arbeitsmarktes ist in den vergangenen Jahren besonders gut verlaufen. Als Ergebnis insbesondere der Arbeitsmarktreformen werden heute in Deutschland auch bei bescheidenem Wirtschaftswachstum Arbeitspltze geschaffen. Die Arbeitslosigkeit insgesamt ist auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken, die Arbeitslosenquote Jugendlicher hat sich halbiert und auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen konnte deutlich reduziert werden.

Die Zahl der Kinder und Erwerbsfhigen in Bedarfsgemeinschaften sind rcklufig. Gerade vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise ist dies eine beachtlich positive Entwicklung.

Dies schlgt sich allerdings nicht bei der Armutsrisikoquote, der Niedriglohnquote und dem Vermgensaufbau der Menschen in Deutschland nieder. Hier bestehen weiterhin deutliche Ungleichheiten in den Lebenslagen. Wesentliche Voraussetzung fr eine Besserung bei den genannten Indikatoren ist eine weitere positive Arbeitsmarkt- und Lohnentwicklung. Wenn dies gelingt, kann davon ausgegangen werden, dass sich auch diese Indikatoren mit zeitlicher Verzgerung positiv verndern.

Auch die Zahl der hoch qualifizierten Zuwanderer aus Drittstaaten hat sich seit dem Jahr von 1. Die Anerkennung auslndischer Abschlsse wurde durch das Anerkennungsgesetz vereinfacht, so dass Zuwanderer zuknftig bessere Chancen haben, im erlernten Beruf zu arbeiten. Diese Zuwchse erhhten die sozialversicherungspflichtige Beschftigung. Die Entwicklungen bei den wichtigsten Indikatoren werden auf den folgenden Seiten kurz dargestellt.

Von allen Altersgruppen hat sich dabei die Arbeitslosigkeit von Personen zwischen 15 bis unter 25 Jahren relativ am strksten reduziert. Die Arbeitslosenquote junger Menschen lag im Jahresdurchschnitt bei 5,9 Prozent und damit deutlich unter der Gesamtquote. Im August lag sie bei 6,9 Prozent. Aktuell hat Deutschland die saisonbereinigt niedrigste Jugendarbeitslosenquote in der EU. Auch bei der Bekmpfung der Langzeitarbeitslosigkeit sind sprbare Erfolge zu verzeichnen: Die Zahl der Langzeitarbeitslosen verringerte sich im Berichtszeitraum zwischen den Jahren und deutlich von 1,73 Mio.

Die Arbeitslosenquote von im Ausland geborenen Migranten ist zwischen und im OECD-Vergleich am strksten zurckgegangen, ihre Erwerbsttigenquote ist in diesem Zeitraum sogar noch strker gestiegen als die der Inlnder. In jenem Jahr lag die Unterbeschftigung ohne Kurzarbeit jahresdurchschnittlich mit knapp 4,8 Mio. Der deutliche Rckgang der Arbeitslosigkeit erfolgte also bei gleichzeitig rcklufiger Grenordnung der entlastenden Arbeitsmarktpolitik. Die demografische Entwicklung wird zustzlich auch mittel- und langfristig die Situation auf dem Arbeitsmarkt entspannen: In den kommenden 15 Jahren wird das Erwerbspersonenpotenzial in Deutschland ohne Vernderungen der heutigen Erwerbsbeteiligung und Zuwanderung um ber sechs Mio.

Personen zurck gehen. Dann werden Fachkrfte rar; die Chancen auf dem Arbeitsmarkt werden dadurch fr alle Arbeitskrfte, insbesondere mit mittlerer beruflicher Qualifikation weiter steigen. Ihr Anteil an der Bevlkerung im erwerbsfhigen Alter ging im Berichtszeitraum von 9,7 auf 8,6 Prozent zurck. Gab es im Jahresdurchschnitt noch rund 5,3 Mio. Das sind Sie misst den Anteil der Personen, deren bedarfsgewichtetes Nettoeinkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens betrgt.

Deshalb ist auch weniger die absolute Hhe der Quoten von Bedeutung, sondern vielmehr die Trends im Zeitverlauf und Unterschiede zwischen sozio-konomischen Gruppen. Andere Ressourcen Vermgen, Bildung, Gesundheit usw. Diese Quote war bis zum Jahr angestiegen und lag im Berichtszeitraum ab dem Jahr je nach Datengrundlage relativ konstant zwischen rund 14 und 16 Prozent.

Er beschreibt auf einer Skala von null bis eins die Ungleichheit einer Verteilung. Je hher der Wert, umso ungleicher ist die Verteilung. Der Trend zunehmender Einkommensungleichheit konnte also seit gestoppt werden. Knapp ein Viertel der abhngig Beschftigten beziehen dabei einen relativ niedrigen Bruttostundenlohn, der unterhalb von zwei Dritteln des mittleren Stundenlohnes liegt. Dieser Anteil ist seit bis von gut 20 Prozent kontinuierlich auf rund 24 Prozent angestiegen und schwankt seitdem bei rund 23 Prozent.

So verfgen die Haushalte in der unteren Hlfte der Verteilung nur ber gut ein Prozent des gesamten Nettovermgens, whrend die vermgensstrksten zehn Prozent der Haushalte ber die Hlfte des gesamten Nettovermgens auf sich vereinen. Der Anteil des obersten Dezils ist dabei im Zeitverlauf immer weiter angestiegen. Damit ist die Vernderung der Lebenslage und die Dynamik gesellschaftlicher Teilhabe vornehmlich innerhalb des eigenen Lebensverlaufs intragenerationale Mobilitt gemeint.

Er betrachtet Armutsrisiken nicht als statische Gre, sondern als vernderbaren Prozess und trgt hierfr die Erkenntnisse der Forschung zusammen, benennt die wichtigsten Faktoren, welche die individuellen Abstiegsrisiken erhhen, und identifiziert Ansatzpunkte fr eine erfolgreiche Organisation von Chancen zur berwindung von Risikolagen.

Da die Erfolgs- und Risikofaktoren in den verschiedenen Lebensphasen eines Menschen frhe Jahre, junges Erwachsenenalter, mittleres Erwachsenenalter, lteres und ltestes Erwachsenenalter unterschiedlich sind und frhere Lebensphasen die Chancen in den spteren beeinflussen, orientiert sich der Bericht, Empfehlungen aus der Wissenschaft folgend, an den Lebensphasen.

Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die entscheidenden Weichenstellungen bergnge wie z. Schuleintritt, Wechsel auf eine weiterfhrende Schule oder von der Schule in die Ausbildung in den einzelnen Lebensphasen fr die erfolgreiche Teilhabe insbesondere am Bildungs- und Erwerbssystem und am gesellschaftlichen Leben gelegt.

An diesen bergngen wirken Risiko- und Erfolgsfaktoren in besonderer Weise und entscheiden ber Teilhabeergebnisse fr den weiteren Lebensweg. Subjektive Sichtweisen der Bevlkerung und einzelner Personengruppen werden im engen Zusammenhang mit objektiven Befunden in die Berichterstattung einbezogen, da auch Erwartungen und Einstellungen das Verhalten der Menschen mitprgen und damit auch ihre Lebenssituation.

Der erreichte Schulabschluss wiederum prgt die bergangschancen in die Berufsausbildung, die Position am Arbeitsmarkt, die Weiterbildungsbeteiligung und damit die Hufigkeit und Dauer von Phasen der Arbeitslosigkeit und relativ geringem Einkommen sowie das Einkommen im Alter.

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4.ARMUTSBERICHT DER BUNDESREGIERUNG 2012 PDF

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Entwurf 4. Armutsbericht Der Bundesregierung 17.9.2012

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